Die Daimler B-Klasse ist im Abgasskandal angekommen

 letztes Update: 16.01.2022
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Daimler Abgasskandal betrifft auch die beliebte B-Klasse

Viele Fahrer der Mercedes B-Klasse dürften in den letzten Tagen Post von Daimler bzw. dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bekommen haben bzw. in den nächsten Tagen bekommen. Grund dafür sind verpflichtende Rückrufe wegen mutmaßlich unzulässiger Abgasreinigungstechniken. Welche Modelle vom B-Klasse Rückruf betroffen sind und wie Sie sich zur Wehr setzen können, erfahren Sie in diesem Beitrag. Machen Sie von unserer kostenlosen Erstberatung Gebrauch, um Ihren Anspruch auf Schadensersatz durchzusetzen.

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B-Klasse Rückruf bestätigt Betroffenheit der Mercedes B-Klasse

Momentan gibt es drei Pflichtrückrufe der Daimler B-Klasse. Hierbei sind zwei Baureihen betroffen: Mercedes Benz T 245 und Mercedes Benz W 246. Der B-Klasse Rückruf trifft damit ältere und neuere Fahrzeuge.

B-Klasse Rückruf 5496147 umfasst der Modellreihe W 246

Der Rückruf mit dem Code 5496147 stammt aus dem November 2021 und ist damit brandaktuell. Er umfasst Fahrzeuge der Daimler B-Klasse der Baujahre 2012-2015. Die betroffenen Diesel-Fahrzeuge verfügen entweder über den Motor OM 607 oder OM 651. Grund für die Rückrufaktion ist der KBA-Rückrufdatenbank zufolge eine „Konformitätsabweichung bezüglich der Regeneration des Dieselpartikelfilters“.

Wir raten von dem Software Update ab - holen Sie anwaltlichen Rat ein!

Rückrufaktion mit dem Code 5497524 (Baureihe T 245)

Im Oktober 2021 veröffentlichte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) eine weitere Rückrufaktion. Der Rückrufcode 5497524 umfasst Autos der Daimler B-Klasse aus den Jahren 2009-2011. In dieser Zeit wurde die B-Klasse als Baureihe T 245 gefertigt. In diesem Fall hat das Kraftfahrt-Bundesamt unzulässige Abschalteinrichtungen festgestellt und ein Software-Update angeordnet.

Auch von diesem Software Update rät BRIXLANGE Rechtsanwälte als Expertenkanzlei im Daimler Dieselskandal ab.

Ruf in die Werkstätten für B-Klasse (5497507) bereits 2020

Im vergangenen Jahr hatte das KBA schon viele Fahrzeuge der Mercedes B-Klasse in die Werkstätten gerufen. Hiervon waren Fahrzeuge der Baujahre 2008-0211 und damit erneut aus der Baureihe T 245 betroffen. Hier müssen Betroffene, die kein Software-Update haben durchführen lassen mit Erinnerungsschreiben rechnen. Auch hier raten wir von einem Software-Update ab. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Wichtig: Ein bereits durchgeführtes Software Update hindert Sie nie an der Durchsetzung Ihrer Schadensersatzansprüche!

Modelle der B-Klasse im Abgasskandal

Die Baureihen T 245 (bis 2011) und W 245 (2011-2018) sind mit ihren Dieselvarianten von Abgasmanipulationen betroffen:

  • B 180 CDI (T 245)

    Baujahr 2005 - 2011
    Mercedes - B-Klasse
    Motor: OM 640 | EURO 5
  • B 180 CDI (W 246)

    Baujahr 2013 - 2013
    Mercedes - B-Klasse
    Motor: OM 651 | EURO 5
  • B 180 CDI BlueEfficiency

    Baujahr 2011 - 2013
    Mercedes - B-Klasse
    Motor: OM651 | EURO 5
  • B 200 CDI (T 245)

    Baujahr 2005 - 2011
    Mercedes - B-Klasse
    Motor: OM 640 | EURO 5
  • B 200 CDI (W 246, Euro6)

    Baujahr 2014 - 2018
    Mercedes - B-Klasse
    Motor: OM651 | EURO 6
  • B 200 CDI (W246, EURO5)

    Baujahr 2013 - 2014
    Mercedes - B-Klasse
    Motor: OM 651 | EURO 5
  • B 200 CDI 4Matic

    Baujahr 2014 - 2018
    Mercedes - B-Klasse
    Motor: OM 651 | EURO 6
  • B 200 CDI BlueEfficiency

    Baujahr 2011 - 2013
    Mercedes - B-Klasse
    Motor: OM651 | EURO 5
  • B 220 CDI

    Baujahr 2013 - 2018
    Mercedes - B-Klasse
    Motor: OM 651 | EURO 6
  • B 220 CDI 4Matic

    Baujahr 2014 - 2018
    Mercedes - B-Klasse
    Motor: OM651 | EURO 6
  • B 220 CDI BlueEfficiency

    Baujahr 2012 - 2013
    Mercedes - B-Klasse
    Motor: OM651 | EURO 6

Was können Käufer der Mercedes B-Klasse tun?

Sie brauchen die erschlichene Typengenehmigung nicht tatenlos hinzunehmen. Um sich gegen die Abgasmanipulationen bei Ihrem Fahrzeug zur Wehr zu setzen und eine Entschädigung zu erhalten, haben Sie im Wesentlichen zwei Möglichkeiten.

Möglichkeit 1: Rückabwicklung

Sie geben Ihr Fahrzeug an den Hersteller zurück und erhalten im Gegenzug den Kaufpreis als Schadensersatz erstattet. Hierbei wird lediglich eine Nutzungsentschädigung für die von Ihnen gefahrenen Kilometer in Abzug gebracht. Der Schadensersatz liegt regelmäßig ganz erheblich über dem Marktwert des betroffenen Fahrzeugs.

Möglichkeit 2: Pauschale Entschädigung durch Vergleich

Geklagt wird ebenfalls auf Schadensersatz - jedoch wirken wir im Vergleichswege auf eine pauschale Entschädigung hin. Diese bewegt sich ungefähr im Bereich von 15-20 % des gezahlten Kaufpreises. In der Regel haben wir gute Argumente, um den Hersteller zu einem Vergleich zu bewegen.

Das Software Update ist bei der B-Klasse fragwürdig

Die Durchführung eines Software Updates im Rahmen eines Pflichtrückrufs oder einer nicht verpflichtenden Kundenmaßnahme kann zu ungewollten Nebeneffekten führen. Immer wieder gibt es in diesem Zusammenhang Berichte von einem höheren Verschleiß, einem gestiegenen Kraftstoffverbrauch oder einer geringeren Leistung des Motors.

Daimler Software Update bei der B-Klasse

Deswegen rät BRIXLANGE Rechtsanwälte vom Aufspielen des Software Updates vorerst ab. Lassen Sie die Frist von 18 Monaten verstreichen und warten Sie ab, ob und wann Sie von Ihrer örtlichen Zulassungsbehörde kontaktiert werden. Bis dahin besteht keine Notwendigkeit zum Tätigwerden. Mehr dazu erfahren Sie hier.

In welchen Konstellationen kann eine Entschädigung gefordert werden?

Ok
Gebrauchtwagen
Ok
Neuwagen
Ok
Fahrzeug bereits verkauft
Ok
Software-Update unerheblich
Ok
Leasing
Ok
Hardware-Nachrüstung unerheblich
Ok
Auch für EU Nachbarn

Rechtsschutzversicherungen geben Deckungsschutz

Die gute Nachricht für Betroffene: Ihre Verkehrsrechtsschutzversicherung tritt für die Kosten der Auseinandersetzung ein, sofern sie zum Kaufzeitpunkt bestand. Selbstverständlich beraten wir Sie ebenfalls, wenn Sie nicht über eine Rechtsschutzversicherung verfügen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Verjährung droht auch bei der B-Klasse - Setzen Sie Ihren Anspruch jetzt durch

Die Verjährung tritt auf den Tag genau 10 Jahre nach dem Abschluss des Kaufvertrages ein. Zusätzlich ist die subjektive Verjährung zu beachten, welche drei Jahre nach Kenntnis der anspruchsbegründenden Tatsachen (hier: Vorliegen einer unzulässigen Manipulation der Abgaswerte) zum Jahresende eintritt. Wir beraten Sie gern!

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