Rechtsschutzversicherung im Mercedes Dieselskandal zahlt!

 letztes Update: 17.11.2021
Authors
Rechtsschutzversicherung im Mercedes Dieselskandal zahlt!Rechtsschutzversicherung im Mercedes Dieselskandal zahlt!

Millionen Versicherungsfälle im Abgasskandal

Im September 2015 erfuhr die Öffentlichkeit erstmals, dass die Volkswagen AG jahrelang Abschalteinrichtungen in mehreren Millionen Fahrzeugen verbaut hat. Damit hat der Wolfsburger Autokonzern einen der größten Industrieskandale der deutschen Geschichte entfacht. In der Folgezeit offenbarte sich, dass auch Fahrzeuge weiterer Hersteller wie BMW und Opel Manipulationssoftwares enthielten. Auch die Daimler AG ist seit dem Jahr 2017 in den Dieselskandal verwickelt und verbaute verschiedene Abschalteinrichtungen, die erkennen, wann sich das Diesel-Fahrzeug auf dem Prüfstand befindet. Die Täuschungssoftwares sind so programmiert, dass der Schadstoffausstoß im Testbetrieb an die gesetzlichen Stickstoff-Grenzwerte angepasst wird. Tatsächlich liegt der Schadstoffausstoß im Realbetrieb zumeist um ein Vielfaches darüber. Zuletzt wurden die Mercedes Modelle Sprinter, Vito und Viano in die Werkstätten gerufen. Betroffen sind etwa 100.000 Sprinter sowie 90.000 Vito und Viano Fahrzeuge. In diese wurde eine unzulässige Abschalteinrichtung, nämlich die Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung verbaut. Wenn Sie Fahrer eines vom Abgasskandal betroffenen Daimler-Fahrzeugs sind, haben Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Anspruch auf Schadensersatz. Wir unterstützen Sie bei der Durchsetzung Ihrer Rechte. Sofern Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, entstehen Ihnen keine Kosten.

Falls Sie ein Rückrufschreiben erhalten haben und sich über Ihre Erfolgschancen informieren möchten, können Sie über unseren simplen Schadensrechner mit wenigen Klicks erfahren, in welcher ungefähren Höhe Ihnen Schadensersatz zusteht.

Kostenlose Erstberatung!
Hinterlassen Sie uns Ihre Kontaktdaten und einer unserer Anwälte meldet sich binnen 24 Stunden bei Ihnen!

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und bin mit der dort beschriebenen Erhebung und Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten widerruflich einverstanden.

Eintrittspflicht durch Rechtsschutzversicherung

Nachdem zu Beginn des Abgasskandals etwa 70 Prozent der Rechtsschutzversicherungen die Deckungsanfragen ablehnten, hat sich die Lage deutlich zugunsten der Betroffenen verbessert. Bei Entschädigungsklagen gegen Mercedes sind Rechtsschutzversicherungen nun grundsätzlich eintrittspflichtig. Dies entschied das Landgericht Stuttgart mit Urteil vom 12. Juli 2019, Az.: 3 O 381/18. Eine Verweigerung der Deckungszusage in Daimler-Abgasfällen mit dem Hinweis auf mangelnde Erfolgsaussichten ist nicht mehr zulässig.

Deckungszusage - kurz erklärt

Die Rechtsschutzversicherung erteilt eine Deckungszusage, wenn die Interessenwahrnehmung, für welche der Deckungsschutz begehrt wird, hinreichende Aussicht auf Erfolg hat. Das Landgericht Stuttgart entschied, dass für die Gewährung des Deckungsschutzes und damit zur Darstellung der hinreichenden Erfolgsaussichten vom Kläger nicht verlangt werden könne, Unterlagen oder Nachweise für die Verwendung einer unzulässigen Abschalteinrichtung vorzulegen. Dieser habe keine Kenntnis von den Geschehensabläufen bei Daimler. Ausreichend sei daher, wenn auf die Berichterstattung in den Medien oder Meldungen der Deutschen Umwelthilfe zum Abgasverhalten von Motoren der Daimler AG verwiesen werde. Damit werde die Deckungszusage bereits substantiiert eingefordert. Die Rechtsschutzversicherung müsse auch die sekundäre Darlegungslast des Autoherstellers beachten.

Deckungsanfrage bei der Rechtsschutzversicherung

Die gesamte Kommunikation mit Ihrer Rechtsschutzversicherung übernehmen wir für Sie - kostenlos! Sie brauchen sich um nichts zu kümmern! Wir kennen die “Tricks” der Rechtsschutzversicherungen, mit welchen diese versuchen, einer Deckungszusage trotz der Einstandspflicht zu entgehen. Aufgrund unserer umfangreichen Erfahrung mit Rechtsschutzversicherern können wir einer Ablehnung in Abstimmung mit Ihnen gezielt entgegnen und so eine Kostendeckung – notfalls im Rahmen eines Kostendeckungsprozesses - erreichen.

Umfang der Kostenübernahme

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, übernimmt diese die Kosten für die außergerichtliche und gerichtliche Durchsetzung Ihres Entschädigungsanspruchs. Davon umfasst sind die Gerichtskosten, die eigenen Anwaltskosten, Kosten für Sachverständige, Zeugen und für Sicherheitsleistungen zum Zwecke der vorläufigen Vollstreckbarkeit sowie die Kosten einer möglichen Zwangsvollstreckung. Grundsätzlich werden nicht alle Kosten tatsächlich anfallen, durch die Deckungszusage sind Sie aber vollumfänglich abgesichert. Die Anwaltskosten der Gegenseite trägt diese zunächst selbst. Im Falle des (teilweisen) Unterliegens kommt Ihre Rechtsschutzversicherung auch für diese Kosten auf. Wenn Sie obsiegen, trägt die Daimler AG ohnehin alle Kosten und Ihre Rechtsschutzversicherung holt sich das Geld zurück.

Kein Kostenrisiko für Sie

Im Falle eines erfolgreichen Urteils ist der gesamte Prozess für Sie kostenlos! Denn dann trägt die unterliegende Gegenseite alle Kosten. Auch Ihre gegebenenfalls mit der Rechtsschutzversicherung vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung klagen wir für Sie ein. Damit haben Sie im Erfolgsfall einen Grund zur Freude mehr!

Auch im Falle eines nicht erfolgreichen Rechtsstreits übernimmt die Rechtsschutzversicherung selbstverständlich die entstandenen Kosten. Lediglich die in der Regel vereinbarte Selbstbeteiligung wäre dann von Ihnen zu tragen. Die Selbstbeteiligung beträgt bei den meisten Rechtsschutzversicherungen 150 Euro. Ein überschaubares Risiko bei hohen Chancen.

Art der Versicherung

Um eine Deckungszusage zu erhalten, müssen Sie grundsätzlich eine Verkehrsrechtsschutzversicherung zum Zeitpunkt des Fahrzeugkaufs gehabt haben. Allgemeine Rechtsschutzversicherungen enthalten häufig auch den Verkehrsrechtesschutz und erteilen somit eine Deckungszusage in Fällen des Daimler-Abgasskandals.

Nicht mehr rechtsschutzversichert – und nun?

Sie waren rechtschutzversichert, haben die Versicherung aber mittlerweile gekündigt? Das ist für die Durchsetzung Ihrer Rechte unerheblich, sofern Sie zum Zeitpunkt des Kaufvertragsabschlusses Ihres Daimler-Fahrzeugs rechtsschutzversichert waren und die Kündigung weniger als drei Jahre zurückliegt. Auch nach einer Kündigung besteht der Versicherungsschutz für Rechtsschutzfälle fort, die während der Vertragslaufzeit entstanden sind. Liegt die Kündigung länger als 3 Jahre zurück, ist der alten Rechtsschutzversicherung der Versicherungsfall unverzüglich anzuzeigen. Auch hierbei unterstützen wir Sie gern. Wird der Versicherungsfall der Rechtsschutzversicherung unverzüglich angezeigt, wird diese in der Regel auch eine Deckungszusage erteilen.

Wechsel der Rechtsschutzversicherung mit Unterbrechung

Wenn Sie Ihre Rechtsschutzversicherung nach dem Kauf Ihres Diesel-Fahrzeugs gekündigt haben und dann erst nach einer Unterbrechung ein neues Rechtsschutzversicherungsverhältnis begonnen haben, kümmern wir uns kostenfrei und unverzüglich um die Erteilung der Deckungszusage bei Ihrer zum Kaufzeitpunkt bestehenden Versicherung. Die Erfolgsaussichten sind einzelfallabhängig. Sie tragen jedoch kein Risiko.

Dauer bis zur Deckungszusage

Nachdem Sie uns die erforderlichen Unterlagen übermittelt haben, holen wir unverzüglich die Deckungszusage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung ein. Grundsätzlich liegt die Deckungszusage nach ein bis drei Wochen vor. Dann steht der gerichtlichen Durchsetzung ohne Kostenfalle nichts mehr im Wege.

Vorgehen nach Erteilung der Deckungszusage

Sobald die außergerichtliche Deckungszusage durch Ihre Rechtsschutzversicherung vorliegt, schreiben wir die Daimler AG an und machen Ihre Ansprüche geltend. Hat dies keinen Erfolg oder wurde nur eine gerichtliche Deckungszusage erreicht, erstellen wir die Klageschrift gegen die Daimler AG und reichen diese beim zuständigen Gericht ein.

Wenn sie weitere Fragen zum Thema „Rechtsschutzversicherung“ haben oder ein vom Abgasskandal betroffenes Mercedes-Modell fahren, rufen Sie uns gerne an. Wir sind täglich telefonisch für Sie erreichbar. Oder füllen Sie einfach unser Kontaktformular aus und wir melden uns binnen 24 Stunden bei Ihnen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden.

Mit unserem Newsletter!